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Mut zu neuen Bildungskonzepten

Liberale diskutieren bei Kreishauptversammlung über moderne Lernlandschaften, wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und eine stärkere öffentliche Präsenz

Von links: Thomas Geilhardt, Sigrid Niesta-Weiser, Claudia Teichert, Dr. Thomas Kestler (Bild: FDP)

Weißenburg-Gunzenhausen. Innovative Bildung, bessere Rahmenbedingungen für Selbstständige und Unternehmen sowie grundlegende Reformen statt immer neuer Belastungen – diese Themen standen im Mittelpunkt der politischen Diskussion bei der Kreishauptversammlung des FDP-Kreisverbands Weißenburg-Gunzenhausen.

Ein konkretes Beispiel für moderne Bildungspolitik sieht der Kreisverband in der geplanten Konzeption der Lernlandschaften im Zuge der Sanierung der Stephani-Schule in Gunzenhausen. Sigrid Niesta-Weiser berichtete aus dem Stadtrat, dass das bereits entwickelte Konzept nach erneuter Diskussion bestätigt worden sei. Auch die Lehrerinnen und Lehrer hätten die geplanten Lernlandschaften bereits im Vorfeld als pädagogisch zielführend und organisatorisch sinnvoll bewertet.

Für die Freien Demokraten zeigt die Diskussion, dass Investitionen in Bildung nicht allein aus neuen Gebäuden und moderner Technik bestehen dürfen. Schulen müssten sich auch konzeptionell weiterentwickeln und Lernformen ermöglichen, die Eigenverantwortung, Zusammenarbeit und unterschiedliche Lernbedürfnisse stärker berücksichtigen.

„Wir brauchen den Mut, Schule nicht nur zu sanieren, sondern Bildung neu zu denken“, lautet die Schlussfolgerung aus der Diskussion im Kreisverband. Gerade bei langfristigen Investitionen müsse darauf geachtet werden, dass nicht lediglich bestehende Strukturen erneuert, sondern zeitgemäße pädagogische Konzepte ermöglicht würden.

Stärkere Stimme für Selbstständige und Unternehmen

Neben der Bildungspolitik sieht der Kreisverband einen zweiten Schwerpunkt bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Aus Sicht der Liberalen braucht es gerade in der gegenwärtigen Situation eine politische Kraft, die die Perspektive von Selbstständigen, mittelständischen Unternehmen und Unternehmerinnen und Unternehmern konsequent einbringt.

Bereits der Kreisvorstand hatte beschlossen, den direkten Austausch mit Unternehmen in der Region auszubauen. Dabei gehe es nicht darum, Wirtschaftspolitik abstrakt zu diskutieren, sondern unmittelbar zu erfahren, wo Bürokratie, Kostensteigerungen, Fachkräftemangel oder administrative Vorgaben unternehmerische Initiative erschweren. 

Nach Auffassung der FDP werde diese Perspektive in der politischen Debatte derzeit zu wenig berücksichtigt. Selbstständige und Unternehmen seien jedoch diejenigen, die Arbeitsplätze schaffen, investieren, Innovationen vorantreiben und einen wesentlichen Teil der staatlichen Einnahmen erwirtschaften.

Kritik an der Bundespolitik

Kritisch bewerten die Liberalen deshalb die wirtschafts- und finanzpolitische Entwicklung auf Bundesebene. Aus Sicht des Kreisverbands fehlen grundlegende strukturelle Reformen. Statt Ausgaben, Bürokratie und staatliche Strukturen konsequent zu überprüfen, werde zu häufig über zusätzliche Einnahmen und höhere Belastungen diskutiert.

Der Kreisverband warnt davor, wirtschaftliche Probleme mit immer weiteren Steuer- und Abgabenerhöhungen lösen zu wollen. Deutschland benötige nach Auffassung der FDP vielmehr eine Politik, die Investitionen wieder attraktiver mache, unternehmerische Entscheidungen erleichtere und den Bürgerinnen und Bürgern mehr eigenen Gestaltungsspielraum lasse.

FDP, Thomas Geilhardt, 18.10.2026